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Übung 7: Achtsamer Umgang mit Nahrung

Essen und Trinken gehören zu unseren häufigsten Tätigkeiten, die sich Tag für Tag wiederholen.

Gleichzeitig bietet das Essen und das Trinken über unseren Geschmacks- und Geruchssinn eine Vielzahl von Eindrücken, die wunderbar dafür geeignet sind, besonders achtsam wahrgenommen zu werden.

Achtsamer Umgang mit Lebensmitteln
Das beginnt schon lange vor dem eigentlichen Essen. Schon die Auswahl und die Zubereitung von Lebensmitteln können achtsam durchgeführt werden. nahrungsmittel web

Der achtsame Umgang mit Lebensmitteln umfasst viele Aspekte:

  1. Wir sollten nur solche Lebensmittel kaufen, die über vernünftige Transportwege zu uns gelangen. Das dürften in der Regel Lebensmittel sein, die in unserer Region gepflanzt und geerntet werden.
  2. Wir sollten darauf achten, dass wir möglichst Lebensmittel kaufen, die ohne oder nur mit wenigen Pflanzenschutzgiften wachsen konnten.
  3. Wenn wir Fleisch essen wollten, sollten wir darauf achten, dass die Tiere unter artgerechten Bedingungen aufwachsen konnten und möglichst keine Wachstumshormone oder Medikamente erhalten.
  4. Wir können darüber nachdenken, was alles dafür notwendig war, um das Lebensmittel entstehen, wachsen und reifen zu lassen.
  5. Wir können uns vor Augen führen, viele verschiedene Menschen dazu beigetragen haben, dass dieses Lebensmittel zu uns gelangt ist.
  6. Wir können uns klarmachen, wie das Lebensmittel gepflanzt, aufgezogen, geerntet und transportiert wurde, bevor es gekauft, gewaschen, geschnitten und gekocht wurde, um auf unserem Teller zu landen.
  7. Wir können achtsam mit den Lebensmitteln umgehen, damit wir möglichst wenig davon in den Abfall werfen müssen.
  8. Wir können die Lebensmittel in einer achtsamen Atmosphäre zubereiten.
  9. Wir können vor dem Essen ein Gebet sprechen oder auf andere Weise für das Essen danken.

Essen, wenn man hungrig ist

Es ist ein Phänomen unseres Wohlstands und unserer Gewohnheiten: Oft essen wir etwas, ohne tatsächlich hungrig zu sein. Manche essen aus Gewohnheit 3 Mahlzeiten am Tag zu bestimmten Uhrzeiten, ganz gleich, ob sie dann hungrig sind oder nicht.
Viele essen auch aus Langeweile, oder weil sie hoffen, dass sie sich besser fühlen werden, wenn sie etwas essen. Dann ist es oft auch gleichgültig, was gegessen wird. Ob Schokolade oder Kartoffelchips, abends vor dem Fernseher wird alles wahllos vernascht.

Wenn es Ihnen auch manchmal so ergeht, versuchen Sie zu beobachten, welche Gedanken und Gefühle Sie dabei haben. Können Sie ein Muster erkennen? Ist es so, dass Sie in bestimmten Situationen immer das Bedürfnis haben, etwas zu essen, ohne dass Sie eigentlich hungrig sind? Erwarten Sie vielleicht, dass sich Ihre Stimmung verbessert, wenn Sie etwas essen?

Achtsamkeit während des Essens

  1. Lassen Sie sich Zeit beim Essen.
    Achtsamkeit und eine hastig heruntergeschlungene Mahlzeit passen nicht zusammen.
  2. Betrachten Sie, was auf Ihrem Teller liegt. Wie sieht es aus? Welche Farbe hat das Gemüse oder der Salat?
  3. Identifizieren und Benennen Sie die Lebensmittel auf Ihrem Teller.
  4. Spüren Sie das Essen mit Ihrer Zunge. Wie fühlt es sich an? Ist es hart oder weich? Ist es rau oder glatt? Wie fühlt es sich im Mund an?
  5. Spüren Sie auch die Temperatur des Essens.
  6. Bewusst kauen
    Kauen Sie jeden Bissen gut durch. Manche Anleitungen zum achtsamen Essen empfehlen, jeden Bissen 30-mal oder noch öfter zu kauen. Das erscheint mir aber doch etwas übertrieben. Schließlich soll das Essen ja auch gut schmecken und nicht zu einem einzigen Brei werden. Kauen Sie einfach bewusst so oft, wie es Ihnen richtig erscheint.
  7. Schweigend essen
    Ich weiß, dass das den meisten Menschen sehr schwer fällt. Beim Essen zu schweigen, hilft aber sehr gut dabei, seine Aufmerksamkeit auf das Essen selbst zu richten.
  8. Beim Essen weder Zeitung lesen, noch Radio hören. Natürlich sollte beim Essen auch das Fernsehgerät ausgeschaltet bleiben.

Achtsamkeit nach dem Essen

  1. Bemerken, dass der Hunger gestillt ist.
    Spüren Sie in sich hinein. Wie fühlt es sich an? Ist Ihr Hunger gestillt? Möchten Sie vielleicht trotzdem noch weiter essen?
    Welche Gedanken und Gefühle treten auf?
  2. Für das Essen danken
    Danken Sie für das Essen. Denken Sie daran, dass es durchaus nicht für jeden selbstverständlich ist, immer genug zu essen zu haben.
    Versuchen Sie, Ihr Essen aus der Sicht eines Menschen in einem weniger wohlhabenden Teil der Erde zu betrachten. Machen Sie sich klar, wie dankbar wir dafür sein können, jederzeit genug zu essen zu haben und nicht hungern zu müssen!

Tipp: Kurse für achtsames Kochen

Immer häufiger werden Kochkurse angeboten, bei denen es darum geht, Nahrung achtsam zu betrachten und zuzubereiten.
Um herauszufinden, ob es einen solchen Kurs auch in Ihrer Nähe gibt, reicht es für gewöhnlich aus, den Suchbegriff „achtsames Kochen" evtl. noch ergänzt durch den Namen des nächsten größeren Ortes oder Stadt in eine der großen Suchmaschinen im Internet einzugeben.

 

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch Achtsamkeit kann man lernen!: Wie Sie durch Achtsamkeit glücklicher und gesünder werden!http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=httpwwwzebrab-21&l=as2&o=3&a=3864270472 von Alexander Stern.
Sie dürfen gerne von Ihrer Website, aus einem Forum o. ä. auf diesen Artikel oder auf unsere Site verlinken.

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