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Was passiert, wenn man in eine psychiatrische Klinik kommt? - Page #1

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Therapiepläne und Aktivitäten

Neben der eigentlichen Psychotherapie (Einzel- oder Gruppentherapie) gibt es weitere Therapieformen und andere Angebote für Aktivitäten. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Sportangebote (Walking, Jogging, Schwimmen, Gymnastik)
  • Entspannungstraining (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga oder Meditation)
  • Informationsveranstaltungen (Medizinische Aufklärung, Psychoedukation, Prophylaxe)
  • Ergotherapie (Malen, Basteln, Töpfern, Stricken etc.)

Es gibt Pflichtveranstaltungen, an denen der Patient teilnehmen muss und solche, die freiwillig besucht werden können. Je nach Klinik bzw. Krankenversicherung muss der Patient die Teilnahme an den Pflichtveranstaltungen mit seiner Unterschrift quittieren.

Wochenende

Am Wochenende finden meist keine Veranstaltungen und keine Therapie statt. Bestimmte Aktivitäten (z. B. Schwimmbad) stehen aber auch dann zur Verfügung. Patienten, die bereits zwei oder drei Wochen in der Klinik sind, und sich dem gewachsen fühlen, können am Wochenende unter Umständen auch nach Hause fahren.

Die Entlassung

In der Regel entscheidet der behandelnde Arzt, wann es Zeit für die Entlassung wird. Anders als man es sich vielleicht vorstellt, sind viele Patienten gar nicht daran interessiert, möglichst früh entlassen zu werden. Nicht selten wird die Aufenthaltsdauer auch durch die Krankenkasse bzw. Krankenversicherung des Patienten begrenzt. Der Patient, bzw. die Klinik, kann einen Antrag auf Verlängerung stellen, wenn dies medizinisch sinnvoll erscheint.

Belastungserprobung

Oft findet eine sogenannte Belastungserprobung statt. Das bedeutet, dass der Patient zunächst probehalber für ein Wochenende nach Hause geschickt wird. Kommt er damit gut zurecht, steht der Entlassung nichts mehr im Wege.

Ambulante Weiterbehandlung / Wiedereingliederung

Im Normalfall wird ein Patient nicht einfach entlassen, ohne dass die ambulante Weiterbehandlung geklärt ist. Diese findet wie bereits vor dem Aufenthalt durch den eigenen Arzt oder Therapeuten statt. In manchen Fällen findet im Anschluss an den Klinikaufenthalt auch eine schrittweise berufliche Wiedereingliederung statt. Diese kann zum Beispiel so aussehen, dass der Patient zunächst nur für wenige Stunden am Tag seiner alten Arbeit nachgeht. Das Arbeitspensum wird dann Schritt für Schritt erhöht.

 

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch Depressionen: - erkennen - verstehen - überwindenhttp://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=httpwwwzebrab-21&l=as2&o=3&a=3864270464 von Alexander Stern.
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  • Gast - Edi79

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    Rated 5 out of 5 stars

    Danke für diese Erklärungen. Hab lange nach so etwas gesucht, weil ich nicht weiß, was mich dort erwarten würde. Mein Arzt konnte mir auch nicht viel dazu sagen, nur das es wohl eine gute Lösung für mich wäre. Jetzt weiß ich schon deutlich mehr und kann besser entscheiden, ob das für mich infrage kommt.

  • Gast - Chiara

    Melden
    Rated 5 out of 5 stars

    Top! Toller Artikel.

    von Günzburg, Germany
  • Gast - Ulf78

    Melden
    Rated 5 out of 5 stars

    Danke für die Beschreibung. Hätte ich das VOR meinem Aufenthalt in der Klinik gelesen, hätte ich mich bestimmt besser gefühlt.
    Die Beschreibung entspricht im Wesentlichen dem, was ich auch erlebt habe. Manche Dinge wurden bei uns auch etwas anders geregelt, aber im Prinzip war es so wie hier beschrieben.
    Ich kann nur jedem, der davor steht, sagen, dass man keine Angst haben muss. Die Ärzte waren bei uns fast alle sehr nett und alle waren sehr hilfsbereit.

  • Gast - Der Friese

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    Rated 5 out of 5 stars

    Yep, so (oder so ähnlich) läuft es in der Realität ab. Guter Artikel, der zutreffend beschreibt, was einen in der Psychiatrie erwartet. Allerdings betrifft die Beschreibung vor allem diejenigen, die NICHT in der geschlossenen Abteilung untergebracht werden. Dort sind die Abläufe dann doch noch etwas anders. Aber das geht wohl auch in vielen Fällen nicht anders.
    LG T. W.

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